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Der Schülerblog wird von Schülerinnen und Schülern aus den Klassen in der Ausbildungsvorbereitung (AV) am Berufskolleg Kohlstraße entwickelt und redaktionell betrieben. Ziel des Blogs ist es, eine Plattform von Schülern für Schüler aufzubauen. Wir möchten alle Schüler des Berufskollegs Kohlstraße herzlich einladen, beim Blog mitzumachen und interessante Artikel zu schreiben und konstruktive Kommentare abzugeben.

Dienstag, 4. November 2014

Interview mit der Schulleiterin Frau Derksen-Schlaaf



SÖ: Seit wann sind sie die Leiterin dieser Schule?  
DS: Seit 2007, seit 7 Jahren.
SÖ: Was gefällt Ihnen besonders gut hier?
DS: Die Vielfalt der Menschen, das finde ich toll. Das hat auch Chancen, weil man immer wieder darüber nachdenken muss, wie ist der Mensch. Es gibt so unterschiedliche Menschen, das finde ich toll.
SÖ: Was gefällt Ihnen nicht so gut an dieser Schule?
DS: Ich habe den Eindruck, dass wir uns sehr bemühen, immer alles schön zu machen, alles ordentlich zu machen und dann erlebe ich wie Schüler einfach was zerstören, z.B. die Toiletten. Vor zwei Jahren sind die so liebevoll von anderen Schülern mit viel Arbeit renoviert worden und sehen jetzt auch schön aus. ja, und jetzt gehen die Leute doch wieder hin und verstopfen die Mädchentoiletten, ich kann das nicht verstehen.
SÖ: Was würden Sie denn von einer Toilettenaufsicht halten?
DS: Viel, wenn wir uns das irgendwie leisten könnten.
SÖ:  Das könnte man ja auf jeden Fall mal überlegen. Macht Ihnen denn Ihre Arbeit Spaß?
Frau Derksen-Schlaaf und Bloggerin Selin Özer
DS: Ja, in der Summe ja. Aber Sie kennen das, wir sind alle nur Menschen. Mir macht es auch sehr viel Spaß, draußen zu sein. Ich habe auch gerne Urlaub. Ich arbeite gerne und ich erhole mich gerne, wie Sie auch. Sie sind manchmal sicherlich auch nicht gerne hier.
SÖ:  Kommt darauf an, ob man einen guten Tag hat oder einen schlechten Tag
DS: Es ist ja nicht alles schön, was man machen muss. Wenn man z.B. Schüler von der Schule wieder entlassen muss, das sind dann nicht meine schönen Tage.
SÖ: Welche Fächer unterrichten Sie denn?
DS: Also im Moment, ganz neu, bin ich in Textilverarbeitung mit einer Kollegin zusammen bei Schülern, die bisher in der Sonderschule waren, in Förderschule, wie man heute sagt. da helfe ich der Kollegin. Ich bin sozusagen der assistant teacher, der dabei sitzt. Früher hatte ich Sport in der Kinderpflege und ansonsten unterrichte ich im Moment gar nicht.
SÖ: Was halten Sie denn von Ihren Kollegen, ganz spannende Frage? Da hat sich auch der Herr Meyer drüber gefreut.
DS: DS (lacht): das ist genauso vielfältig. Das ist ein ganz buntes Kollegium. Was ich hier besonders gut finde ist, es gibt immer noch viel Miteinander. Bei jedem Geburtstag eines Kollegen gibt es immer ein Geburtstagslied. Wir haben eine lehrerabschiedsfeier, Wir haben jetzt einen Ausflug zusammen gemacht. Es gibt sehr viel Zusammenhalt, und wenn neue Kollegen kommen, dann bemüht man sich, denen immer alles zu erklären. Und das finde ich sehr schön.
SÖ: Dann kommen wir noch zu der letzten Frage: Möchten Sie sich vielleicht zu Ihrer Familie äußern? Haben Sie Kinder?
DS: Ich habe eine Tochter, die ist das Allerbeste in meinem Leben. Die ist jetzt 27. Inzwischen wird sie Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin. wenn wir uns manchmal so über Schwierigkeiten in Schule unterhalten, die ich mit einzelnen Schülern habe, dann kann sie mir inzwischen schon sagen, mach das doch mal so und so, guck dir das doch mal an was der schon alles im Leben erlebt hat, bevor du so schnell urteilst. Da ist sie schon mehrmals meine Beraterin gewesen und nicht mehr meine Tochter.
SÖ: Und haben Sie einen Mann?
DS: Ja, den hab´ich auch, der ist auch Lehrer am Berufskolleg in Remscheid. Witzig ist dann, wenn wir Schüler haben, die von Remscheid hierhin kommen oder umgekehrt, die nach Remscheid gehen, dann sagen wir immer: Die können uns nicht entkommen. Entweder sind sie bei dir oder bei mir.
SÖ: Das war´s eigentlich auch schon, es hat uns sehr gefreut, dass Sie sich Zeit genommen haben.
DS: Das ist meine Aufgabe.

Das Interview führte Selin Özer, Foto und Tonaufnahme machte Malvy Ndangele

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